Wenn Männer das Man-Child hinter sich lassen sollten

Es kursiert in der sozialen Welt ein Schlagwort, das bei vielen Frauen für Unbehagen sorgt: Man-Child.

Man-Child: Das Kind im Mann

Dieses Schlagwort ist nicht neu, aber seine Verwendung in der deutschen Sprache scheint relativ neu zu sein. “Man-Child” – Männer, die sich im Beruf, im Fitnessstudio oder beim Treffen mit ihren Freunden als gestandene Männer präsentieren, aber sich zu Hause in Gegenwart ihrer Partnerin wie trotzige Kleinkinder oder verwöhnte Teenager verhalten.

Aber was genau bedeutet das?

Das kindliche Verhalten der Man-Childs

Zunächst einmal ist offensichtlich, dass der Begriff “Man-Child” Männer beschreibt, die in Beziehungen kindliche Verhaltensmuster zeigen. Das bedeutet, dass typische Verhaltensweisen eines Man-Child kindisch sein können. Oder der betreffende Mann spielt lieber Videospiele, anstatt sich für ein romantisches Date mit seiner Partnerin zu entscheiden. Er sammelt leidenschaftlich gerne Funko Pop!-Figuren oder schläft am liebsten in seiner Schalke-Bettwäsche.

Die unangenehmen Begleiterscheinungen

Das alles wäre an sich nicht schlimm, manches kann sogar niedlich sein. Aber das Problem ist, dass dieses kindliche Verhalten oft mit anderen, weniger angenehmen Eigenschaften einhergeht. Dies kann sich negativ auf die Partnerschaft auswirken. Es handelt sich um Männer, die ihre eigenen Bedürfnisse regelmäßig über die ihrer Partnerin stellen, die sich ständig beleidigt fühlen, keine beruflichen Ambitionen haben, Konflikten aus dem Weg gehen und die Hausarbeit ihrer Partnerin überlassen. Sie denken, dass es in Ordnung ist, da es ihre Mutter schließlich genauso gemacht hat.

Beziehungsdynamik und Lust

Das Problem ist, dass diese Eigenschaften in der Summe unattraktiv werden. In einer Beziehung suchen wir einen Partner auf Augenhöhe, keinen Mann, der betüdelt werden möchte. Frauen können Männer, die sich ständig wie kleine Kinder benehmen, einfach nicht ernst nehmen. Es ist unsexy, ihrem Partner Socken und Stellenanzeigen hinterhertragen zu müssen.

Aber bedeutet das, dass Männer überhaupt nicht mehr albern sein dürfen? Natürlich dürfen sie das. Sie sollten sich selbst treu bleiben und sein, wie sie möchten. Doch sie sollten auch die Bedürfnisse ihrer Partnerin nicht vernachlässigen und nicht erwarten, dass sie sie durch das Leben tragen und ihnen jegliche Verantwortung abnehmen kann.

Das Gleichgewicht in der Partnerschaft finden

In einer Partnerschaft geht es um Geben und Nehmen. Männer dürfen auch als Erwachsene noch Fantasy-Romane lesen, nerdig sein und gelegentlich ihr inneres Kind rauslassen. Sie können schwache Momente haben, besonders wenn der Job stressig ist. Aber sie sollten nicht vergessen, dass auch ihre Partnerin das Recht auf all diese Dinge hat. Es ist wichtig, das richtige Gleichgewicht zu finden.

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